Relegation 2018

Relegation beim BGC Landshut

 

Zu Beginn der Saison noch Dystopie – gegen Ende immer wahrscheinlicher werdender Schrecken: Die Feldmochinger mussten in die Relegation. Eine desaströse Leistung der Mannschaft am dritten Spieltag in Landshut sowie eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft, die am letzten Spieltag abgeschlagen Letzter wurde, führten dazu, dass es seit Jahren mal wieder in die Abstiegsrelegation ging.

Mit einem wieder genesenen Präsidenten und einem verfügbaren Sportdirektor war uns die Motivation allerdings ins Gesicht geschrieben. So fanden wir uns alle bis auf Thomas Krieger schon mehrere Wochen davor auf der Anlage ein, studierten die Eternitbahnen und optimierten die schon bespielten Betonbahnen. Besonders unser Augsburger Daniel Baumer zeigte höchsten Enthusiasmus und spielte eine gute Runde nach der anderen. Mal sehen, was das am Ende wert ist. Es wurde um zwei Aufstiegsplätze gespielt und unsere Gegner hießen Murnau II, Landshut II und MGF Ottobrunn

Begonnen wurde auf Abteilung 1 und all unsere Zuversicht wurde erschüttert, als wir mit einer 127er Runde 16 Schuss auf die MGF Ottobrunn und gar 20 Schläge auf Murnau II verloren haben. Landshut II war schon zu Beginn keinerlei Gefahr mit ihrer 134er Mansnchaftsrunde und wird im Folgenden auch nicht mehr erwähnt, denn sie beendeten die Relegation als Letztplatzierter mit einer Differenz von 84 Schlägen auf den Drittplatzierten.

Doch wir wären nicht der 1. MGC München-Feldmoching, würden wir selbst nach so einem dermaßenen Rückschlag nicht die Zähne zusammenbeißen und kämpfen. So kam es, dass wir uns in der zweiten Runde um 6 Schläge verbesserten und mit Martin und Sebastian sogar zwei Grüne Runden zu vermelden hatten. Dennoch verloren wir weitere 9 Schläge auf Murnau II und 13 Schuss auf Ottobrunn. Die Schlinge zog sich immer enger um die Doppel- und Dreifachkinne der ‘Mochinger.

Eine weitere Verbesserung konnten wir in der dritten erzielen und spielten erstmals eine grüne Mannschaftsrunde. 115 Schläge bedeute eine weitere Verbesserung von 6 Schuss und sprach definitiv für unsere Moral und unsere Kondition. Das alles nutzte aber nichts, da man mit diesem Ergebnis abermals 3 Schuss auf Murnau II verlor. Der Rückstand auf Ottobrunn konnte auch nicht vermindert werden, da diese ebenfalls eine 115er Runde spielten.

Unsere Reihe fortzusetzen, würde bedeuten, in der vierten Runde ein 109er Mannschaftsergebnis abzuliefern. Leider gelang uns das nicht ganz, allerdings konnten wir mit den benötigten 113 Schlägen ganze 4 Schläge auf Murnau II gewinnen und mussten nur einen einzigen auf Ottobrunn einbüßen. Die Endergebnisse auf Abteilung I sahen also wie folgt aus:

MGF Ottobrunn                                   446

MGC Murnau II                                    448

1. MGC München-Feldmoching  476

BGC Landshut II                                 504

 

Die Hoffnung schwand – viel Verdruss. Wie holt man nun diese 28 Schuss? Doch uns war klar, dass Abteilung 2 unser Steckenpferd ist und uns das harte Training auf unserem Acker das nötige Durchhaltevermögen geben würde. Also waren alle Signale auf Angriff gesetzt und wir begannen furios mit einer 88er Mannschaftsrunde. Mannschaftsrekord. Was für ein Auftritt, was für eine Einstellung und vor allem was für ein Gewinn auf die zwei führenden Mannschaften. So gewannen wir 11 Schuss auf Ottobrunn und ganze 16 auf Murnau II. Der Funken, der den Phönix aus der Asche steigen lässt?  

Leider Nein. In der sechsten Runde spielten wir ernüchternde 97 und verloren damit wieder 7 Schuss auf Ottobrunn und 8 auf Murnau II. Eventuell war der Hoffnungsschimmer zu viel für einige Feldmochinger Gemüter und das Zittern begann, wo zuvor Resignation herrschte.

In der siebten Runde erstarkten wir erneut und gewannen durch unsere 91er Runde wieder 11 Schuss auf Ottobrunn, verloren jedoch einen gegen Murnau II. In der letzten Runde galt es nun also 16 Schuss gegen die MGF Ottobrunn zu gewinnen. Das bedeutete, dass jeder Spieler 4 Schläge gewinnen müsste, wobei der zweite Streicher noch gar nicht mit eingerechnet wurde. Das ist quasi wie Risiko spielen. Man braucht eine Menge Würfelglück, wenn man mit zwei Verteidiger- gegen drei Angreiferwürfel gewinnen will. C‘est la vie – das sind nunmal die Regeln.

In der achten Runde spielten wir solide 94 und konnten damit wieder 8 Schuss auf Ottobrunn gewinnen, aber das reichte leider nicht. Murnau sicherte sich mit einer 92er ihren Sieg. Mit insgesamt 370 Schlägen holten wir uns zwar den Tagessieg, aber das war bei der Leistung des Vortages nichts wert.

Die Entstände lauten also wie folgt:

MGC Murnau II                                    823

MGF Ottobrunn                                  837

1. MGC München-Feldmoching  846

BGC Landshut II                                 930

 

Dat fracht man sich nachher natürlich immer, woran hat et jelegen? Eine souveräne Leistung an beiden Tagen. Keine individuellen Aussetzer. Training en masse. Einstellung war auch positiv. Die Gegner waren schlichtweg besser. Besonders erwähnt ist noch, dass wir Mannschaftsrekorde sowohl auf Abteilung I und Abteilung II verbuchen konnten. Eine Leistung, an die wir in der kommenden Saison anknüpfen müssen, um direkt wieder aufzusteigen. Den aufgestiegenen Mannschaften aus Ottobrunn und Murnau II wünschen wir viel Erfolg in der Oberliga Süd. Mein Dank gilt auch Klaus Baumer, der uns an beiden Tagen vortrefflich als Betreuer begleitet hat. Thomas Krieger, der mit nur zwei Tagen Training den 17. Platz bei 42 Teilnehmern erreichte, ist hier ebenfalls nochmal große Anerkennung zu zollen. Ich hoffe, der MGC kann in der kommenden Saison auf dich zählen.

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